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Spatenstich für Klinik-Neubau

28.02.2019, Geriatrie findet sich ab 2021 mit Akut- und Reha-Versorgung zentral in Bad Münster wieder

Von Robert Neuber

 

BAD MÜNSTER AM STEIN-EBERNBURG. Mit dem feierlichen Spatenstich wurde am Dienstag der Neubau der Akutgeriatrie in Bad Münster begonnen. Es entsteht hinter dem Bestandsbau der „Geriatrischen Fachklinik Rheinhessen-Nahe“ in der Berliner Straße ein zweistöckiger Neubau, in dem es 52 Betten geben wird (zwölf Einbett- und 40 Zweibettzimmer). Träger der Klinik ist das Landeskrankenhaus, das in Bad Kreuznach schon an diversen Stellen im Einsatz ist, etwa im Viktoriastift. Der Neubau in Bad Münster wird sich auch in der Kreuznacher Klinikszenerie auswirken. Denn bislang hat das Landeskrankenhaus seine akutgeriatrische Abteilung im Acura-Klinikum in der Kaiser-Wilhelm-Straße untergebracht. Im Bad Münsterer Bestandsbau findet sich die geriatrische Rehabilitationsklinik.

 

Schrecken nach erster Ausschreibung

 

Die Akutgeriatrie in Bad Kreuznach hat bislang 35 Betten – mit dem Umzug in den Neubau werden also 17 neue Betten geschaffen. Die frei werdenden Räume bei Acura in der Kaiser-Wilhelm-Straße werden der Rheumatologie für Kinder gewidmet.

Die Kosten für die neue Akutgeriatrie trägt das Landeskrankenhaus nicht komplett selbst. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich mit einer Förderung von 8,87 Millionen Euro. Zum Spatenstich war Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler daher eingeladen.

 

Bemerkenswert war die Offenheit, mit der Dr. Gerald Gaß als Geschäftsführer des Landeskrankenhauses über die finanziellen Hürden sprach. Eigentlich hatte man einen feierlichen Spatenstich schon für August vergangenen Jahres geplant. Doch der Spatenstich wurde abgesagt, das Projekt musste neu überdacht werden. Die ersten Ausschreibungen hatten nämlich zum Ergebnis, dass die Kosten massiv ansteigen würden – der Baukonjunktur wegen. Die Mehrkosten lagen bei 20 Prozent. Es folgte eine zweite Ausschreibung, und siehe da: Die Mehrkosten beliefen sich „nur“ noch auf acht Prozent, damit war das Projekt wieder machbar.

 

Gaß machte auch keinen Hehl daraus, dass die geriatrische Betreuung in Bad Kreuznach ohne eine Zusammenführung von Akut- und Rehaklinik „nicht weiter denkbar“ gewesen wäre. Zwar sei man durchgängig voll belegt, aber die Geriatrie bekomme im Fallpauschalensystem zu wenig Mittel zugeschrieben, sodass es sehr schwierig gewesen sei, ein ausgeglichenes Betriebsergebnis auszuweisen. Die Zusammenlegung von Akut- und Rehabereich sei „zwingend notwendig“ gewesen, nun könne man Synergieeffekte erwarten, und es gebe eine „gute Perspektive“.

 

Gesundheitsministerin Bätzing-Lichtenthäler betonte die Bedeutung der Geriatrie für das medizinische Angebot des Landes. Hier sei man nun „zukunftsfest“ aufgestellt. Die „geriatrische Versorgung liegt mir besonders am Herzen, denn ihr kommt wegen der Demografie ein immer höherer Stellenwert zu“, so die Ministerin.

 

Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster-Meurer sagte, sie sei „unendlich dankbar“, dass nun mit dem Spatenstich ein „sichtbares Zeichen“ für das Bad Münsterer Zentrum gesetzt werde. Architekt Martin Rieger (Sander-Hofrichter Architekten) wies darauf hin, dass der Neubau entlang des schräg hinter dem Bestandsbau verlaufenden Burger Wegs platziert wird – es wird ein Kellergeschoss mit Technik, aber auch mit Physio- und Umkleideräumen geben, die beiden oberen Stockwerke sind für die 52 Betten vorgesehen. Das Gebäude wird an beiden Enden an das Bestandshaus angebunden. Auch im alten Haus an der Berliner Straße wird es Umbaumaßnahmen geben, das betrifft zwei gesamte Etagen. Außerdem werden zwei Tageskliniken für Geriatrie und für Gerontopsychiatrie eingerichtet. So können lokale Patienten sich tagsüber behandeln lassen, während sie in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung übernachten.

 

Auch die Außenanlagen werden neu konzipiert. Man werde „attraktive Grünflächen“ schaffen, wurde zum Spatenstich versprochen. Geplant ist auch eine Anlage für Gehtraining sowie eine Terrasse für die hauseigene Cafeteria.

 

Mit der Fertigstellung der Baumaßnahmen wird im Januar 2021 gerechnet.

 

GERIATRIE 

 

Die Geriatrie beschäftigt sich mit medizinischen Problemen, die im Alter auftreten  . Angesichts der demographischen Entwicklung wird dieser medizinische Fachbereich an Bedeutung zulegen.

 

Allgemeine Zeitung, 28. Februar 2019

 

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