Zu den Inhalten springen

Navigation

Suche

Servicenavigation

Funktionen

| Schriftgröße
 

Presse Detail

Langsam tut sich etwas im Zentrum

13.06.2017, STADTENTWICKLUNG Pächter für Kurhaus offenbar gefunden / Solebad kurz vor Abriss / Klinik baut ab 2018

BAD MÜNSTER AM STEIN-EBERNBURG.

Drei Jahre nach der Eingemeindung von Bad Münster hat sich im Herzen des neuen Stadtteils außer dem Abriss des Gradierwerks Ost bislang nichts getan. Doch nun scheint doch allenthalben Bewegung in die Entwicklung zu kommen.

Das betrifft natürlich vor allem die beiden großen Bauprojekte im Zentrum: das frühere LVA-Gelände und die Geriatrische Fachklinik.
Wie zu erfahren ist, steht der Abrissunternehmer für das LVA-Gebäude „Gewehr bei Fuß“. Bauamtsleiter Klaus Christ erklärt, die Abrissgenehmigung liege vor, ansonsten gehe es in punkto Planung nur noch um Kleinigkeiten. Es hängt derzeit aber an den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz (St.Marienwörth). Die wollen einen der neuen Gebäudekomplexe auf dem LVA-Grundstück übernehmen, aber über das „Wie“ wird noch verhandelt.

„Es laufen noch Gespräche“, heißt es aus dem Marienwörth, und man wolle erst konkret an die Öffentlichkeit gehen, wenn „alles unter Dach und Fach“ sei. Neben dem vom Marienwörth genutzten Gebäude wird es weitere Elemente geben, die für eine Wohnnutzung vorgesehen sind.

Ein schönerer Blick in die Natur

Von diesem Projekt erwarten sich einige Bad Münsterer viel, denn es wird neue Bewohner bringen, also auch mehr Kundschaft. Beispielsweise für das Kurhaus, aus dem die Kreuznacher Gastronomen Braun & Röth bekanntlich Ende Juni ausziehen werden. Das Kurhaus gehört der Bad Münsterer Kuna-Stiftung, die einen neuen Pächter gesucht und offenbar auch gefunden hat.

Es soll sich um ein griechisches Restaurant handeln, der Betreiber stammt aus Koblenz, und es soll sich um höherwertige Gastronomie handeln. Auch hier hält man sich aber bedeckt: Man stehe „hoffentlich kurz vor dem Abschluss“, sagt Ortsvorsteherin Dr. Bettina Mackeprang.

Den Gästen des neuen Kurhaus-Restaurants wird sich jedenfalls durch den Kurpark hindurch bald auch ein schönerer Blick in die Natur eröffnen, denn der Abriss des Thermal-Sole-Bads steht jetzt bevor. Diese Maßnahme hatte sich dadurch verzögert, dass im Keller des Bads Apparaturen installiert waren, mit denen auch das benachbarte Kurmittelhaus und der Kurpark elektrisch und heizungstechnisch versorgt wurden.
Das wurde neu geplant, und nun geht es laut Bauamtsleiter Christ in die Ausschreibung der Arbeiten. Nach der Sommerpause wird gebaut. Noch in diesem Jahr soll die Maßnahme inklusive der dann entstehenden Rasenfläche abgeschlossen werden.

Das zweite große Bauprojekt im Ortszentrum ist der Anbau für die Geriatrische Fachklinik. Hierzu wurde ein Bebauungsplan erstellt, der am 20. Juni im Planungsausschuss behandelt werden soll. Dabei geht es um die Offenlage der Bebauungsplanung. Diese soll der Stadtrat Ende des Monats beschließen. Nach der Offenlage geht der Plan unter Einarbeitung der eingereichten Anregungen aus der Öffentlichkeit wieder in die Gremien. Dann erfolgt der Satzungsbeschluss, der Bauantrag und die Genehmigung.

Träger der Einrichtung ist das Landeskrankenhaus, das auch die Rheinhessen-Fachklinik in Alzey und neuerdings auch das Kreuznacher Viktoriastift betreibt. In Bad Münster ist ein Anbau hinter dem Hauptgebäude an der Berliner Straße geplant. Hier sollen 52 zusätzliche Behandlungsplätze für Akutgeriatrie in einem zweistöckigen Bau entstehen. 35 dieser Behandlungsplätze werden aus Bad Kreuznach-Stadtmitte abgezogen. Das Personal wird nach Bad Münster wechseln, für die 17 weiteren Behandlungsplätze wird zusätzliches Personal beschäftigt.

Dr. Gerald Gaß, Geschäftsführer des Landeskrankenhauses, hofft, dass im ersten Quartal 2018 mit der Baumaßnahme begonnen werden kann. Er rechnet mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren, so dass „Ende 2019 oder Anfang 2010 das neue Gebäude bezugsbereit sein wird“.

Allgemeine Zeitung, 13. Juni 2017

© Geriatrische Fachklinik Rheinhessen-Nahe 2018 | Impressum | Datenschutz